Ulbrichts Memoiren

Walter Ulbricht hat Memoiren geschrieben, behauptet heute das FAZ-Feuilleton in einem Beitrag über den neuen Leiter des Rotbuch-Verlages, der gerade vom Eulenspiegel-Verlag gekauft worden ist. Und im Eulenspiegel-Verlag sollen die Ulbricht-Memoiren erschienen sein. Das Buch müßte man lesen, denn bei Ulbricht handelt es sich laut Sebastian Haffners Urteil aus den 1960er Jahren um den wahrscheinlich größten deutschen Politiker seit Bismarck. Peter Hacks, dessen Bücher auch im Eulenspiegel-Verlag erscheinen, hätte Haffner beigepflichtet, die Rangfolge aber wahrscheinlich anders aufgestellt. Außerdem vermag das FAZ-Feuilleton in einer Glosse über die Kinderband „Tokio Hotel" von einer „rasanten Beschleunigung eigentlich postadoleszenter Erfahrungshorizonte" zu berichten. Was vermerkten wir kürzlich über die Bahnen, auf denen sich Tiefflieger bewegen? Für „adoleszent" bietet die deutsche Sprache übrigens das verständliche „heranwachsend" an.