Schutzbefohlen

Wer 16 Stunden am Tag mit Typen umeinanderhupft, die sich in der Freizeit gern in SS-Uniform ablichten lassen, die das Horst-Wessel-Lied und andere Nazi-Schmonzetten knorke finden, und der nichts von dem merkt, was die anderen da so in ihrem Schädel ausbrüten - was wohl müßte von so einem zu halten sein? Bestenfalls, daß er ziemlich stumpf ist oder aber zu jener Sorte von Chefchen gehört, die ihre Lakaien niemals eines Wortes würdigt. Gleich drei Leute der beschriebenen Art sind´s gewesen, die den Leib des gnädig wieder in die deutsche Laberelite aufgenommenen Michel Friedman bewacht haben. Und keiner fragt, warum dem nie etwas aufgefallen ist. Oder ob die body guards von der „Leibstandarte M. F." vielleicht Wache schieben mußten, wenn sich ihr „Schutzbefohlener", so heißt das im Polizistenjargon, mit ukrainischen Mädchen vergnügte, die fremden Herren nicht sehr freiwillig zu Willen gewesen sind? Es gibt viele Gründe, warum Deutschlands Journaille nicht so laut schreien sollte, wenn´s um Putin und Rußlands Medien geht. Einen liefert gerade die Friedman-Klamotte. „Schutzbefohlener" - gibt es für dieses Wort eine wörtliche Entsprechung bei den russischen Chefredakteuren?