Riß im Radkasten

Deutsches Blutsrecht*  macht´s möglich. Ein Russe mit vermutlich wolhyniendeutscher Urgroßmutter** und kräftigem Riß im Radkasten wird offiziell Deutscher. Er kommt nach Deutschland, nachdem ihn die russische Armee wegen Schizophrenie ausgemustert hat. In Dresden ermordet er im Gerichtssaal eine Ägypterin mit vielen Messerstichen. Das Messer hatte er mitgebracht. Offensichtlich wollte er töten. Und offensichtlich besitzt der Russe mit deutschem Paß geistig eine große Schnittmenge mit den Nazis, was auch bei Verrückten vorkommen soll. Wäre der Mann zurechnungsfähig, hätte er die Höchsttrafe verdient. Er hat sie bekommen. Aber nicht, weil er tatsächlich zurechnungsfähig ist, sondern weil hierzulande die Angst umgeht. Würden in Ägypten und anderswo die deutschen Botschaften brennen, wenn der Russe mit deutschem Paß in die Klapse käme? Vielleicht. Also lebenslänglich. Wer schützt jetzt die Knastis? * Im § 6 des Bundesvertriebenengesetzes findet sich unter der Überschrift "Volkszugehörigkeit" folgender aparter Passus: "(1) Deutscher Volkszugehöriger im Sinne dieses Gesetzes ist, wer sich in seiner Heimat zum deutschen Volkstum bekannt hat, sofern dieses Bekenntnis durch bestimmte Merkmale wie Abstammung, Sprache, Erziehung, Kultur bestätigt wird. (2) Wer nach dem 31. Dezember 1923 geboren worden ist, ist deutscher Volkszugehöriger, wenn er von einem deutschen Staatsangehörigen oder deutschen Volkszugehörigen abstammt und sich bis zum Verlassen der Aussiedlungsgebiete durch eine entsprechende Nationalitätenerklärung oder auf vergleichbare Weise nur zum deutschen Volkstum bekannt oder nach dem Recht des Herkunftsstaates zur deutschen Nationalität gehört hat.  Das Bekenntnis zum deutschen Volkstum oder die rechtliche Zuordnungzur deutschen Nationalität muss bestätigt werden durch die familiäre Vermittlung der deutschen Sprache. Diese ist nur festgestellt, wenn jemand im Zeitpunkt der verwaltungsbehördlichen Entscheidung über den Aufnahmeantrag, in Fällen des § 27 Abs. 2 im Zeitpunkt der Begründung des ständigen Aufenthalts im Geltungsbereich dieses Gesetzes, auf Grund dieser Vermittlung zumindest ein einfaches Gespräch auf Deutsch führen kann, es sei denn, er kann die familiäre Vermittlung auf Grund einer später eingetretenen Behinderung im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch nicht mehr auf diese Weise nachweisen. Ihre Feststellung entfällt, wenn die familiäre Vermittlung wegen der Verhältnisse in dem jeweiligen Aussiedlungsgebiet nicht möglich oder nicht zumutbar war oder wenn dem Aufnahmebewerber die deutsche Sprache wegen einer in seiner Person vorliegenden Behinderung im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch nicht vermittelt werden konnte. Ein Bekenntnis zum deutschen Volkstum wird unterstellt, wenn es unterblieben ist, weil es mit Gefahr für Leib und Leben oder schwerwiegenden beruflichen oder wirtschaftlichen Nachteilen verbunden war, jedoch auf Grund der Gesamtumstände der Wille unzweifelhaft ist, der deutschen Volksgruppe und keiner anderen anzugehören." ** Nicht nur Stalin, auch der Zar ließ Bürger seines Staates mit deutschem Migrationshintergrund  zu Kriegszeiten ins Innere Rußlands deportieren.  Rund 150.000 sogenannte Wolhyniendeutsche wurden im Ersten Weltkrieg aus der Westukraine in Richtung Sibirien und Mittelasien gejagt. Viele kamen nach Perm am Ural, das 1.385 km östlich von Moskau liegt und heute die  die östlichste Millionenstadt Europas ist. Alex W., der Russe mit deutschem Paß, stammt aus Perm.