Jubiläum Sebnitz

Deutschlands größter Medienskandal wird demnächst zehn, und wir wollen rechtzeitig daran erinnert haben. Es war der 23. November 2000, da titelte das Blatt, das Manfred Krug in jedem seiner "Tatorte" die "Blödzeitung" nennt: "Neonazis ertränkten Kind". Die Geschichte,  nach der ein sechsjähriger Junge 1997 im Schwimmbad des sächsichen Sebnitz vor den Augen der Badegäste ermordet worden sein sollte, glaubte, wer sie glauben wollte, nämlich sämtliche Chefredaktionen der deutschen Zeitungen, Fernseh- und Rundfunksender, ausdrücklich auch jene, die sich als "links" verstehen. Die Botschaft: So sind sie die Ossis, schauen den Nazis widerspruchlos beim Morden zu, ging um die Welt und die Journaille fiel rudelweise in Sebnitz ein. Man wüßte heute gern, was aus der Frau Kantelberg-Abdulla geworden ist, der Mutter des tatsächlich eines natürlichen Todes gestorbenen kleinen Joseph. Und welche Rolle spielte der Mann von der Freien Universität Berlin, der sie bei ihren Medienaktivitäten beriet?  Deutschlands Zeitungen jedenfalls sollten ihre Schlagzeilen vom November 2000 nochmals in Originalgröße drucken und dazu einen Text wie jenen stellen, zu dem unser Link führt.